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Bücherbootausstellung für Kinder und Erwachsene

9.Mai bis 1.Juni im Museum Judengasse

Im Mai legt das "Bücherboot" im Museum Judengasse an. An Board hat es Kinderbücher, die von Flucht, Ankommen, dem Umgang mit Unterschieden und dem Zusammenleben von Mehrheit und Minderheit handeln. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, darin zu stöbern.

Geschichten- und Theaterworkshop: Bei diesem Angebot können Schulklassen der Jahrgänge 1-5 die Bücher anschauen und in eine der vielen spannenden Erzählungen eintauchen, um diese
dann selbst weiter zu entwickeln. Die Schauspielerin Verena Specht-Ronique begleitet das zweistündige Programm. Kosten 6 Euro pro Kind.

Information und Anmeldung: sophie.schmidt[at]stadt-frankfurt.de  oder 069-212-74238

Arbeitskreis Kinder - und Jugendliteratur

Kinder – und Jugendliteratur zu jüdischem Leben heute und Nationalsozialismus/ Holocaust
Nächstes Treffen: Freitag, den 2.Juni 2017, 14:00-16:00 Uhr

Für die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und Holocaust erlangt die literarisch-ästhetische Erfahrung gerade durch das Fehlen von Zeitzeugen eine neue Bedeutung.
Vorurteilsbehaftete Vorstellungen von „den Juden“ als homogene Gruppe, Bilder, welche Jüdinnen und Juden überwiegend auf einen Opferstatus reduzieren sind nach wie vor wirkmächtig. Kinder-und Jugendliteratur kann dabei einen Erfahrungsraum bieten, der diesen Stereotypen etwas entgegensetzt und dazu anregt, über Normalitätsvorstellungen, Selbstverortungen und Fremdzuschreibungen nachzudenken.

In dem Arbeitskreis werden ausgewählte Bücher besprochen und ihr Einsatz im Unterricht diskutiert.

Information und Anmeldung:
Tel: 069-212-74238 oder
sophie.schmidt[at]stadt-frankfurt.de

Buchempfehlungen

Literaturliste mit Jugendbuchempfehlungen für die Schule zu den Themen:

jüdisches Leben, jüdische Geschichte und Nationalsozialismus/ Holocaust.

Literaturliste


Das Jüdische Museum Berlin gibt ebenfalls Leseempfehlungen heraus.

Ein Plädoyer gegen "Damals war es Friedrich"

Warum damals war es Friedrich nicht mehr gelesen werden sollte... 

Empfehlungen


Eine Insel im Meer - Annika Thor

Steffi und Nelli sind Töchter einer großbürgerlichen jüdischen Familie aus Wien. Um sie vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu schützen, schicken ihre Eltern sie 1938 auf eine Schäreninsel nach Schweden. Ein Exil, das nur wenige Monate dauern soll. Doch bald wird den Schwestern klar, dass daraus Jahre werden. Nelli, die Jüngere, kommt Alma mit ihren zwei kleinen Kindern. Steffi kommt zu Märta und Evert einem einfach und abgeschieden lebenden Ehepaar. Während Nelli sich schnell zurechtfindet und einlebt, fällt Steffi es schwer anzukommen.

Annika Thor hat den Roman in den 1990er Jahren geschrieben und er wurde jetzt wieder neu aufgelegt.  Das ist erfreulich, denn der Roman eignet sich nicht nur zum historischen Lernen, sondern hat auch einen hohen Aktualitätsbezug aufgrund der verhandelten Themen Flucht, Ankommen und Integration. Das beim Carlsen-Verlag kostenlos bereitstehende Unterrichtsmaterial bietet gute Anregungen, um literarisches und  historisches Lernen mit aktuellen Fragen zu verknüpfen.

ab 12 Jahre
2017
Carlsen
240 Seiten
ISBN     978-3-551-31556-4
7,99 Euro

Unterrichtsmaterial

28 Tage lang - David Safier

„28 Tage lang“ erzählt im Rückblick die Geschichte der sechszehnjährigen Mira, die im Warschauer Ghetto leben muss. Nach dem Tod ihres Vaters ist sie diejenige, die die Familie durch Lebensmittelschmuggel mit Essen versorgt. Immer wieder begibt sie sich in Gefahr und muss wesentliche Entscheidungen treffen. Nachdem  Mira miterlebt, wie mehr und mehr Menschen aus dem Ghetto „umgesiedelt“ und getötet werden, entscheidet sie sich für den aktiven Kampf im Gettoaufstand von 1943. 
David Safier hat für den Spannungsroman „28 Tage lang“ gründlich historisch recherchiert. Er enthält genaue Ortsangaben und eine historisch wahrscheinliche Beschreibung der Verhältnisse im Warschauer Ghetto. Das Buch zeigt viele Möglichkeiten des Umgangs mit dem grausamen Lebensalltag des Gettos auf. Anhand verschiedener Figuren werden Handlungsalternativen gezeigt, so dass die Lesenden nicht daran vorbeikommen sich zu fragen, wie sie selbst gehandelt hätten.
David Safier geht es in seinem Buch um universelle Fragen, die alle bewegen. Er hatte mit dem Roman den Anspruch, auch Menschen zu erreichen, die normalerweise keinen Roman über den Holocaust lesen würden. Ein gelungenes Buch, das sich gerade auch für jüngere Lesende und als Schullektüre eignet.

Ab 14 Jahre
2015
Rowohlt
416 Seiten
ISBN: 78-3-499-26663-8
9,99 Euro

Die Jagd nach dem Kidduschbecher - Eva Lezzi

Stets wird in der Einwanderungsgesellschaft über die Schwierigkeiten der Integration sozialer Minderheiten debattiert. Dabei zeigt die Lebenswirklichkeit – insbesondere die von Jugendlichen -, dass auf dem Schulhof Vielfalt bereits über viele Ressentiments und Stereotype hinweg gelebter Alltag ist. Diese Lebenswelt schildert die Autorin Eva Lezzi in ihrem Jugendroman „Die Jagd nach dem Kidduschbecher“, das von der Freundschaft zwischen einer Jüdin und einer Muslimin handelt sehr eindrucksvoll. „Eindringlich erzählt Lezzi, wie sich aus einem scheinbar harmlosen Anlass Vorurteile bilden, wie Zweifel und Misstrauen aufkommen. Dabei haben die Mädels nichts mit Politik am Hut. Lezzi schildert die Geschichte der Freundinnen abwechselnd aus deren Perspektiven“  so rezensiert der Berliner Tagesspiegel  am 5. Januar 2017 den Jugendroman.

ab 12 Jahre
2016
Hentrich & Hentrich
124 Seiten
ISBN: 978-3-95565-163-3
11,90 Euro

Sachbuch: Literarisch-kulturelle Begegnungen mit dem Judentum. Beiträge zur kinderliterarischen Fachöffentlichkeit

Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur widmete ihre Jahrestagung 2015 einem für die Geschichte und Gegenwart der Kinder- und Jugendliteratur zentralen Thema, der literarisch-kulturellen Begegnung mit dem Judentum. Sie knüpft damit an eine Thematik an, die bereits 1985 von der Gründergeneration der Akademie auf einer Tagung behandelt worden war: Begegnungen mit dem Judentum aus historisch-kultureller Perspektive zu betrachten, d.h. Begegnungen, in denen, anders als sonst üblich, nicht der Holocaust im Zentrum steht, er aber dennoch nicht ausgespart bleibt.

Schriftenreihe der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Volkach e.V.

292 Seiten
Schneider Hohengehren; Auflage: 1 (1. April 2016)
ISBN 978-3834016041
22 Euro

Adolf H. Lebensweg eines Diktators - Thomas Sandkühler

Wie Hitler wurde, was er war – eine Reportage auch für Lesende ohne geschichtliche Kenntnisse.
Als Kind und Jugendlicher war er ein Außenseiter, im 1. Weltkrieg ein Soldat wie Millionen andere, als Kunststudent scheiterte er. Wie konnte Adolf Hitler der politische Aufstieg gelingen? Wie schaffte er es, so viele Menschen für seine Theorien zu begeistern? Wie wurde er der mächtigste Mann in Deutschland, der Begründer des Nationalsozialismus, der "Führer"? Und wie sah der Alltag dieses Kriegsherrn, dieses Massenmörders aus? Wie hat er überhaupt regiert? Gab es ein Privatleben? Wie Hitler wurde, was er war: eine Biografie der zentralen Figur des Antisemitismus und Faschismus im 20. Jahrhundert. Auf dem neuesten Forschungsstand und mit Fotodokumenten, die bisher weniger bekannt sind.

Kommentar:
Das Sachbuch gewährt über die Biographie Adolf Hitlers hinaus tiefe Einblicke in die Weimarer Republik und den Nationalsozialismus. Thomas Sandkühler setzt der noch immer weit verbreiteten Darstellung Hitlers als Alleinverantwortlicher Sachkenntnis und konkrete Information entgegen. Darüber hinaus macht er im letzten Teil des Buches die Mythisierung Hitlers bis heute selbst zum Gegenstand. Kurzüberschriften mit Jahreszahlen am Seitenrand ermöglichen, das Buch auch als ausführliches Nachschlagewerk zu nutzen. Insgesamt ein kurzweiliges gelungenes Sachbuch.

Empfohlen ab 14 Jahre

Erscheinungsdatum: 16.03.2015
Hanser Verlag
Fester Einband
19,90 Euro
ISBN 978-3-446-24635-

Erscheinungsdatum 11.11.2016
dtv Taschenbuch
12,95 Euro
ISBN 978-3-423-62645-3

Opa und der Hundeschlamassel - Erica S. Perl

Zelda zieht mit ihrer Familie aus New York aufs Land. Alles ist anders. Die Zehnjährige muss ganz von vorne anfangen: neue Schule, neue Freunde und sie wird von einem Mitschüler gemobbt. Auch Opa Ace, der mit ihnen unter einem Dach lebt, ist anders als „normale“ Großväter. Bekommt Zelda wenigstens von ihren Eltern den heiß ersehnten Hund? Fehlanzeige! Opa Ace hat aber einen geheimen Plan, der seiner Enkelin helfen soll. Der seltsame Plan beschert Zelly turbulente Sommerferien, in denn sie neue Freunde findet und eine Menge lernt – nicht nur über Hunde. Ein humorvoller und doch tiefgründiger Roman über Identität und Charakterstärke.

Kommentar:
Ein witziger und spannender Roman über die Freuden, Wünsche und Sorgen einer 10-jährigen. Gerade weil das Jüdischsein von Zelda nicht im Mittelpunkt der Geschichte steht, bekommen die Lesenden unaufdringlich und mit viel Humor einen Einblick, inwiefern dieser Teil ihrer Identität eine Rolle in ihrem Leben spielt.

Ab 8 Jahren
Aus dem Amerikanischen von Gesine Strempel
Erschienen im Oktober 2012
Ariella-Verlag
ISBN 978-3-9813825-5-6
200 Seiten, Hardcover,  14,95 Euro


Irmina - Barbara Yelin

Diese graphic novel führt mit starken schwarz-weiß Bildern in die Mitte der 1930er  nach London. Die ehrgeizige Irmina reist aus Deutschland dorthin, um eine Ausbildung zur Fremdsprachensekretärin zu beginnen. Dort lernt sie Howard aus der Karibik kennen, dem sie sich im Streben nach einem selbstbestimmten Leben verbunden fühlt. Durch den klugen und zielstrebigen Oxfordstudenten beginnt Irmina ihren Blick auf die Welt zu öffnen. Doch findet ihre Beziehung ein jähes Ende, als Irmina, bedrängt durch die politische Situation, nach Berlin zurückkehrt. Im nationalsozialistischen Deutschland steht sie vor der Möglichkeit, endlich den erstrebten Wohlstand zu erlangen, wenn sie dafür die verbrecherische Ideologie des Regimes nicht infrage stellt. Und die politischen Ereignisse eskalieren weiter und weiter…
Mit einem Nachwort von Dr. Alexander Korb.

Kommentar:
Eine spannende graphic novel, die ein konkretes vielschichtiges Bild einer „Mitläuferin“ zeichnet. Barbara Yelin hat ausgehend von der Biografie ihrer Großmutter eine fiktionale Geschichte geschrieben und gezeichnet, deren historische Hintergründe sorgfältig recherchiert sind. Das lesenswerte Nachwort bettet den Lebensweg der Protagonistin unter Berücksichtigung des aktuellen Forschungsstands in den historischen Zusammenhang ein.

Empfohlen ab 14 Jahre
2014
Verlag Reprodukt
ISBN 978-3-95640-006-3
288 Seiten, farbig, Hardcover EUR 39,00


Die Gondel mit dem Magischen Schwert - Rosa Hipp

Ein Jugendbuch über jüdische Geschichte in der frühen Neuzeit als Abenteurroman. Maja Bertolt hätte ihren Urlaub lieber wo anders verbracht, statt mit ihren Eltern nach Venedig zu fahren, um die Brieffreundin ihrer Mutter zu besuchen. Zum Glück gibt es deren Sohn Rafael, der ihr sein Venedig zeigt. Bei einem ihrer Streifzüge verirren sie sich in die italienische Vergangenheit und ein Abenteuer beginnt. In der Renaissance, als Venedig eine prächtige und reiche Seemacht war, begegnen sie dem Mädchen Rachel, das als Jüdin im venezianischen Ghetto unter schwierigen Umständen lebt. Armut, Verleumdungen und Willkür machen ihr Leben zu einer Gratwanderung. Maja und Rafael werden Zeugen düsterer Geschehnisse, erfahren aber auch, was wahre Freundschaft ist. Gemeinsam mit Rahel und deren Freund Angelo decken sie ein Komplott auf und retten das historische Venedig vor einem zerstörerischen Angriff. Aber wie kommen sie wieder nach Hause in das Hier und Heute?

Kommentar:
Der Abenteuerroman lässt die Lesenden eintauchen in das heutige und historische Venedig. Die mitunter spannenden Abschnitte werden leider immer wieder durch die offensichtliche Vermittlungsintention, möglichst viele Informationen über Venedig und das Ghetto einfließen zu lassen, gebrochen. Im Gegensatz dazu werden Informationen über das Judentum angenehm unaufdringlich in die Geschichte eingebettet. Die Beziehung zwischen den beiden Protagonist*innen, Raffael und Maja, entspricht dem klassischen Klischee: Er der eher Aktive, Beschützende und sie, die auf Zuneigung von ihm Wartende. Diese Stereotype werden immerhin ansatzweise gebrochen, wenn Maja am Ende diejenige ist, die den Weg aus dem historischen Ghetto zurück in die Gegenwart findet.

Ab 10 Jahren
Erschienen im Oktober 2015
ISBN 978-3-945530-05-4
228 Seiten, gebunden,
14,99 Euro

Beni und die (nervige) Bat Mitzwa - Anna Adam, Eva Lezzi

Der 3. und letzte Band der Beni-Reihe.
Tabeas Bat Mitzwa rückt näher und sorgt für große Aufregung in der Familie. Doch statt sich mit ihrem Tora-Abschnitt zu beschäftigen, hat Tabea nur Hip Hop im Kopf – jedenfalls nach Meinung ihrer genervten Mutter. So bleiben heftige Streitereien zwischen den beiden nicht aus – der ganz normale Wahnsinn einer jüdischen Familie. Während Tabeas Papa sich in die Weinbestellung für die Bat Mitzwa Feier flüchtet, ruft  Oma ständig an und stellt die immer gleichen Fragen zum Ablauf. Dieses Szenario geht Tabeas Bruder Beni gehörig auf den Wecker. Den Wirbel um seine ältere Schwester findet er reichlich übertrieben. Er hält das nicht mehr aus und verzieht sich zu seinem Freund Tom. Mit ihm kann er über alles reden - über Skateboards und Sophie. Die ist nämlich ziemlich cool und nicht leicht zu beeindrucken. Am Tag der Feier wartet dann aber eine echte Überraschung …

Eva Lezzi und Anna Adam
Beni und die Bat Mitzwa
Hentrich & Henrich Verlag, Berlin 2015, 32 Seiten,
12 Abbildungen
ISBN: 978-3-95565-108-4
14,90 €

Lena feiert Pessach mit Alma - Mirjam Halberstam

Alma feiert mit ihrer Familie das jüdische Pessach-Fest. Ihre beste Freundin Lena, die nichtjüdisch ist,  darf mitfeiern. Erst müssen sie alte Krümel und Brotreste aufräumen. Später sitzen alle um den festlichen Tisch und es gibt leckere Speisen. Es wird gesungen, erzählt und gelacht. Lena ist neugierig und erfährt viel über jüdische Traditionen.
Ein gelungenes Buch für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter und ihre PädagogInnen.


Ab 3 Jahre
Erschienen im Januar 2011
Carlsen Verlag, (ePUB)
ISBN     978-3-646-90847-3
2,99 €


Beni, Oma und ihr Geheimnis - Eva Lezzi, Anna Adam

Ist jüdisches Alltagsleben in Deutschland ein Thema für Grundschulkinder? In Beni, Oma und ihr Geheimnis verbringt der Achtjährige ein Wochenende bei seinen Großeltern, gebürtigen Berlinern, die während der Nazizeit fliehen mussten und nach dem Holocaust nach Deutschland zurückkehrten. Die furchtbaren Erfahrungen in Nazi-Deutschland haben ihr Leben geprägt und sind damit allgegenwärtig.
Dennoch haben Eva Lezzi und Anna Adam kein Geschichtsbuch für Kinder, sondern ein Geschichtenbuch gemacht, das für viel Gesprächsstoff über ziemlich sperrige Themen sorgt: nationalsozialistische Vergangenheit, jüdische Religion, Bräuche, aber auch das gewöhnliche Chaos des Älterwerdens und die Probleme der Kommunikation zwischen den Generationen. Die einfühlsamen, anschaulichen Collagen von Anna Adams erleichtern den Zugang. Ein Buch, das ohne erhobenen Zeigefinger auskommt. Manchmal ist die Darstellung jüdischen Familienlebens arg konstruiert. Im Ganzen gesehen eine Lektüre für Kinder im Grundschulalter, die Fragen über den Nationalsozialismus und das Judentum provoziert. Enttäuschend ist das etwas abrupte Ende. Die Geschichte hätte noch einige Wendungen verdient. Schade.


Eva Lezzi, Anna Adam
Beni, Oma und ihr Geheimnis

Ab 8 Jahre
Erschienen 2010
Hentrich&Hentrich Verlag
32 Seiten
ISBN: 978-3-942271-07-3
17,90 Euro

Dinah und Levi: Wie jüdische Kinder leben und feiern. - Alexia Weiss

Geschichten von Chanukka, Purim und Pessach. Die Kinder Dinah und Levi wohnen im selben Haus. Sie sind jüdisch.  Levis Familie ist religiös und befolgt alle Regeln, die es im Judentum gibt. Dinah und ihre Eltern gehen nur an wichtigen Feiertagen in die Synagoge. Gemeinsam feiern die Kinder und ihre Familien die jüdischen Feiertage Jom Kippur, Chanukka und Pessach und schmücken die Holzhütte für das Laubhüttenfest.
Eine gelungene kindgerechte Erzählung mit ausrucksstarken Zeichnungen, um Kindern und PädagogInnen im Vorschul- und Grundschulbereich jüdisches religiöses Leben heute in seinen verschiedenen Ausprägungen nahe zu bringen. Ab 4 Jahre
Derzeit nicht verfügbar 2011 Betz-Verlag


Nebel im August

Deutschland, 1933: Ernst Lossa stammt aus einer Familie von Jenischen, „Zigeuner“, wie man damals sagte. Er gilt als schwieriges Kind, wird von Heim zu Heim geschoben, bis er schließlich in die psychiatrische Anstalt in Kaufbeuren eingewiesen wird. Hier nimmt sein Leben die letzte, schreckliche Wendung: In der Nacht zum 9. August 1944 bekommt er die Todesspritze verabreicht. Ernst Lossa wird – obgleich geistig völlig gesund – mit dem Stempel „asozialer Psychopath“ als unwertes Leben aus dem Weg geräumt.
Der Journalist Robert Domes erzählt aus der Perspektive des Jungen mit beeindruckender Intensität. Er macht die Denkstrukturen des nationalsozialistischen Regimes sichtbar und berichtet von der damit einhergehenden Ideologie der Euthanasie.

ab 14 Jahre
Nebel im August
Robert Domes
2008 cbt - Verlag
7,95 Euro

Der Random House - Verlag hat geeignetes Unterrichtsmaterial zum Buch herausgegeben. Download des Unterrichtsmaterials


Veranstaltungskalender
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Letzte Änderung: 11.05.2017