Sehr geehrte Besucher,
Sie benutzen den Internet Explorer in der Version 6 oder kleiner. Dieser Browser ist mehr als 10 Jahre alt und wird von unserer Website nicht mehr unterstützt. Es kann daher zu Darstellungsproblemen kommen.

Um unsere Website in Ihrer vollen Schönheit betrachten zu können, bitten wir Sie, Ihre Browsersoftware zu aktualisieren.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Pädagogisches Zentrum Frankfurt am Main
background image
Header Pädagogisches Zentrum Frankfurt am Main
Logo Pädagogisches Zentrum Frankfurt am Main
      
Aktuelles
Emil Behr - Briefzeugenschaft vor / aus / nach Auschwitz

Ausstellung im Museum Judengasse: 30.11.2012 – 1.4.2013


»Angestelltenvertrag E. Behr; KZ-Haft« – so lautet die lapidare Aufschrift eines Ordners, den Monique Behr, die Enkelin von Emil Behr (1900–1983) vor wenigen Jahren in einer Kiste fand. Der Ordner enthielt Dutzende von Briefen, durch die sie das Schicksal ihrer Familie während des Nationalsozialismus nachvollziehen konnte. Im Zentrum der Ausstellung steht das Leben ihres jüdischen Großvaters Emil Behr von seinem 38. Lebensjahr an. Er arbeitete in einem jüdischen Altersheim, wurde jedoch 1944 nach Auschwitz deportiert. Er überlebte und trat später als Zeuge in den Voruntersuchungen zum Auschwitz-Prozess auf. Neben neun erhaltenen Briefen aus Auschwitz werden weitere Briefe aus dem umfangreichen Konvolut ausgestellt. In der Auseinandersetzung mit den Briefen widmet sich die Ausstellung den immer dringlicher werdenden Fragen nach den Möglichkeiten einer Zeugenschaft ohne Zeitzeugen: Ist Zeugenschaft ohne das reale Gespräch überhaupt denkbar? Ist es möglich, durch die Lektüre schriftlicher Dokumente zum Zeugen für die traumatischen Erfahrungen anderer Menschen zu werden? Kann ein Brief zum Gegenüber werden?

In ihrer Herangehensweise an die Briefe formuliert die Ausstellung ein Plädoyer für eine Neudefinition des Begriffs der Zeugenschaft für die nationalsozialistischen Verbrechen.
Aus schulischer Sicht sind verschiedene Themen angesprochen: Die Auseinandersetzung mit der Textsorte Brief, mit dem Text und dem Subtext, vor allem aber mit der Rezeption der Briefe durch heutige Leserinnen und Leser.

Für Schüler/innen ab der 10. Klasse wird eine Führung mit Workshop angeboten. Im Zentrum stehen Fragen nach den Zeugnissen. Wer spricht und wer schreibt jeweils in den Briefen? Was bezeugen die Dokumente wenn wir diese lesen?


Abb.: © Familienbesitz Behr

Anmeldung bei: Gottfried Kößler

Veranstaltungskalender
November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  01 02 03 04 05
06 07 08 09 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 26
27 28 29 30  

Pfeil nach rechtsAA





Pädagogisches Zentrum
Fritz Bauer Institut &
Jüdisches Museum Frankfurt

Seckbächer Gasse 14
60311 Frankfurt am Main
Tel. 069-212 74237
pz-ffm[at]stadt-frankfurt.de





© ® 1999-2017 Pädagogisches Zentrum
Frankfurt am Main
Letzte Änderung: 21.08.2015