Sehr geehrte Besucher,
Sie benutzen den Internet Explorer in der Version 6 oder kleiner. Dieser Browser ist mehr als 10 Jahre alt und wird von unserer Website nicht mehr unterstützt. Es kann daher zu Darstellungsproblemen kommen.

Um unsere Website in Ihrer vollen Schönheit betrachten zu können, bitten wir Sie, Ihre Browsersoftware zu aktualisieren.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Pädagogisches Zentrum Frankfurt am Main
background image
Header Pädagogisches Zentrum Frankfurt am Main
Logo Pädagogisches Zentrum Frankfurt am Main
      
Aktuelles
Anti Anti – Museum Goes School

Das Jüdische Museum hat ein neues kulturelles Bildungsprogramm zur Extremismusprävention an berufsbildenden Schulen aufgelegt, das sich an bildungsbenachteiligte Schüler*innen richtet.
„Anti-Anti - Museum Goes School“

In den letzten Jahren ist in Deutschland eine zunehmende Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus festzustellen. Diesen gesellschaftlichen Entwicklungen möchte das Jüdische Museum mit diesem kulturellen Bildungsprogramm entgegenwirken. Berufsbildendene Schulen stellen für viele Jugendliche die letzte schulische Instanz vor dem endgültigen Einstieg in das Erwerbsleben dar. Zugleich spielen berufsbildende Schulen eine besonders wichtige Rolle bei der Korrektur von Bildungsbiografien und bieten mit ihren vielfältigen Schulformen gerade migrantischen Schülerinnen und Schülern die Chance auf einen tatsächlichen sozialen Aufstieg und Integration durch Bildung.
Einem personenorientierten Ansatz folgend richtet sich das Projekt „Anti-Anti - Museum Goes School“ direkt und nachhaltig an Schülerinnen und Schüler an berufsbildenden Schulen. Es zielt als Gesamtpaket auf die Persönlichkeitsstärkung der Schülerinnen und Schüler durch Anregung und Intensivierung der Selbstreflexion, Empowerment, Aufklärung und kulturelle Teilhabe. Ebenso will dieses Programm die transkulturelle Kompetenz von Lehrerinnen und Lehrern stärken und die Schülerinnen und Schüler an die Themen des Museums heranführen.
An einer ersten Pilotphase nahm die Klasse für Agrarwirtschaft und Holztechnik der Frankfurter Philipp Holzmann Schule teil. Für 21 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 16 und 18 Jahren endete das Programm am 24. Juni 2017 mit einem gemeinsamen Abschlussfest im Museum Judengasse.

Das Präventionsprojekt umfasst drei Säulen:
1. ein halbjährliches Workshop-Programm mit mehreren Modulen für Schülerinnen und Schüler,
2. eine Reihe an Lehrerfortbildungen,
3. eine begleitende Evaluation.
Das Workshop-Programm umfasst fünf Lernmodule für die teilnehmenden Klassen, die als ganztägige Veranstaltungen – das heißt mit jeweils sechs Unterrichtsstunden –  an unterschiedlichen Lernorten durchgeführt werden. Darüber hinaus gehört für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler jeweils eine Auftakt- und eine Abschlussveranstaltung sowie eine Führung im Museum Judengasse über „Judentum und Islam“ zum Projekt.
Um das Kollegium der teilnehmenden Schule in das Projekt einzubinden und transkulturelle Kompetenzen von Lehrerinnen und Lehrern im Umgang mit der Diversität im schulischen Alltag und den Radikalisierungstendenzen unter bildungsbenachteiligten Schülerinnen und Schülern zu stärken, sind im Rahmen des Programms drei Lehrerfortbildungen zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen vorgesehen. Diese Lehrerfortbildungen bieten den Lehrkräften die Chance, sich zum einen ein differenziertes Bild über politisch-religiösen Extremismus und seine gesellschaftlichen Implikationen zu machen. Zum anderen fördern sie die Selbstreflexion der eigenen Positionierung und Haltung in Konfliktsituationen.
Die dritte Säule des Programms bildet eine fortlaufende Evaluation, welche die Wirksamkeit des Programms analysieren und der steten Justierung der einzelnen Module dienen soll. Hierzu wird auf die Methodik des partizipativen Wirkungsmonitoring zurückgegriffen. Die Evaluation wird die Grundlage zur Ausweitung des Programms auf mehrere Berufsschulen und dem Aufbau eines Kompetenznetzwerks darstellen.
Das kulturelle Bildungsprogramm wird aus Drittmitteln finanziert. Förderer ist das Unternehmen vonovia.
Das Programm hat eine mittelfristige Laufzeit (2017-2022/24). Nach der erfolgreich abgeschlossenen Pilotphase mit einer Schulklasse der Philipp Holzmann Schule wird das Projekt im Schuljahr 2017/18 auf mehrere Berufsschulen in Frankfurt ausgeweitet.


Ansprechpartnerin:
Dr. Türkân Kanbiçak
Telefon: +49 (0)69 212-49562
turkan.kanbicak(at)stadt-frankfurt.de


© Projektteam Anti Anti 2017


Veranstaltungskalender
Oktober 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  01
02 03 04 05 06 07 08
09 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31  

Pfeil nach rechtsAA





Pädagogisches Zentrum
Fritz Bauer Institut &
Jüdisches Museum Frankfurt

Seckbächer Gasse 14
60311 Frankfurt am Main
Tel. 069-212 74237
pz-ffm[at]stadt-frankfurt.de





© ® 1999-2017 Pädagogisches Zentrum
Frankfurt am Main
Letzte Änderung: 21.08.2015