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Empfehlungen des Pädagogischen Zentrums Frankfurt am Main


Hinweis: Eine Linkliste mit empfohlenen Webseiten gibt es hier.



Neuerscheinung

Anna Adam, Eva Lezzi    Beni und die (nervige) Bat Mitzwa. Der 3. und letzte Band der Beni-Reihe.

Tabeas Bat Mitzwa rückt näher und sorgt für große Aufregung in der Familie. Doch statt sich mit ihrem Tora-Abschnitt zu beschäftigen, hat Tabea nur Hip Hop im Kopf – jedenfalls nach Meinung ihrer genervten Mutter. So bleiben heftige Streitereien zwischen den beiden nicht aus – der ganz normale Wahnsinn einer jüdischen Familie. Während Tabeas Papa sich in die Weinbestellung für die Bat Mitzwa Feier flüchtet, ruft  Oma ständig an und stellt die immer gleichen Fragen zum Ablauf. Dieses Szenario geht Tabeas Bruder Beni gehörig auf den Wecker. Den Wirbel um seine ältere Schwester findet er reichlich übertrieben. Er hält das nicht mehr aus und verzieht sich zu seinem Freund Tom. Mit ihm kann er über alles reden - über Skateboards und Sophie. Die ist nämlich ziemlich cool und nicht leicht zu beeindrucken. Am Tag der Feier wartet dann aber eine echte Überraschung …

Eva Lezzi und Anna Adam
Beni und die Bat Mitzwa
Hentrich & Henrich Verlag, Berlin 2015, 32 Seiten,
12 Abbildungen
ISBN: 978-3-95565-108-4
14,90 €



Gedenkstättenpädagogik .Kontext, Theorie und Praxis der Bildungsarbeit zu NS-Verbrechen

Herausgegeben von Elke Gryglewski, Verena Haug, Gottfried Kößler, Thomas Lutz und Christa Schikorra im Auftrag der AG Gedenkstättenpädagogik
ISBN: 978-3-86331-243-5
363 Seiten • 22,00 Euro

Seit vielen Jahren sind Gedenkstätten für die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen auch Lernorte. Der vorliegende Band gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Bildungsarbeit vor Ort. Er beleuchtet die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen, führt in grundsätzliche Debatten ein und stellt die vielfältige pädagogische Arbeit ebenso wie ein breites Spektrum an Gedenkstätten vor. Als Bindeglied zwischen Theorie und Praxis wendet sich das Buch an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gedenkstätten, an Lehrkräfte in Schulen und außerschulischen Einrichtungen sowie an Studierende.



Der Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963-1965) Kommentierte Quellenedition

Raphael Gross, Werner Renz (Hrsg.)
Der Frankfurter Auschwitz-Prozess
(1963–1965)
Kommentierte Quellenedition
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2013
1.402 S., Hardcover, gebunden, Edition in zwei Teilbänden, € 78,–
EAN 9783593399607

Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts, Band 22
Der 1. Frankfurter Auschwitz-Prozess war das bedeutendste
NS-Verfahren in der Bundesrepublik Deutschland. 2013 jährt
sich die »Strafsache gegen Mulka u. a.« zum 50. Mal. Die in
der zweibändigen Edition publizierten Quellen (Anklageschrift,
Eröffnungsbeschluss, Urteil, Revisionsurteil des
Bundesgerichtshofs, Urteil in der Neuverhandlung gegen
Franz Lucas), mit historischen Anmerkungen und juristischen
Erläuterungen versehen, geben Aufschluss über die Anstrengung
der Strafjustiz, in einem rechtsstaatlichen Verfahren die
individuelle Schuld der Beteiligten am nationalsozialistischen
Völkermord nachzuweisen. In einführenden Abhandlungen
legen Sybille Steinbacher (Wien) und Devin O. Pendas
(Boston) die Geschichte des Lagers und des Prozesses dar.



Fragen an die jüdische Geschichte. Darstellungen und didaktische Herausforderungen



Jüdische Geschichte wird im Geschichtsunterricht vorrangig in Verbindung mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust unterrichtet. Entsprechende Materialien in den gegenwärtigen Schulbüchern sind umfangreich. Fragen an andere Epochen der jüdischen Geschichte finden hingegen wenig Beachtung, obwohl sie für die Unterrichtspraxis von hoher Relevanz sind: Wie werden Antisemitismus und Verfolgungsgeschichte im Vergleich zur allgemeinen jüdischen Geschichte thematisiert und in welchem Verhältnis stehen sie zueinander? Erscheinen Juden nicht nur als Objekte und Opfer von Geschichte, sondern auch als Träger einer eigenen Kultur und Mitgestalter der Moderne? Erfolgt die Thematisierung auf der Grundlage einer Wissenschaftsorientierung, um gegen stereotype Bilder anzugehen, oder werden diese unreflektiert reaktiviert?
Im ersten Teil des Bandes untersuchen die beiden Mitarbeiter des Pädagogischen Zentrums Fritz Bauer Institut & Jüdisches Museum Frankfurt anhand von 71 aktuellen Schulgeschichtsbüchern, in welchen Epochen, zu welchen Themen und auf welche Weise jüdische Geschichte dargestellt wird. Daraus ergibt sich eine Vielzahl didaktischer Herausforderungen, für deren Bewältigung Lehrerinnen und Lehrer im zweiten Teile zahlreiche Anregungen und Hinweise für den eigenen Unterricht erhalten.
Bibliographische Angaben:
Martin Liepach / Wolfgang Geiger: Fragen an die jüdische Geschichte. Darstellungen und didaktische Herausforderungen. (Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 33) Wochenschau Verlag  2014, ISBN 978-3-7344-0020-9, 19,90 Euro



Auschwitz vor Gericht (2013) Strafsache 4 Ks"/63 (1993)

Zwei Dokumentationen von Rolf Bickel und Dietrich Wagner
Teil 1: Die Ermittlung
Teil 2: Der Prozess
Teil 3: Das Urteil



DVD-Ausstattung
 
DISK                      2 DVD, codefree
BILD                      PAL, s/w, 4:3
LAUFZEIT            217 Min.
SPRACHE             Deutsch
 
BOOKLET             mit Informationen zum Prozess und den Protagonisten
                               von Werner Renz

Umfangreicher DVD-ROM-Teil

                               TEXTE
Zur Geschichte des Lagers Auschwitz-Birkenau
Geschichte des Lagers Auschwitz-Birkenau – Zeittafel
Auswahl-Bibliografie – Lager Auschwitz-Birkenau
Zur Geschichte des Frankfurter Auschwitz-Prozesses (Kurzfassung)
Zur Geschichte des Frankfurter Auschwitz-Prozesses (Langfassung)
Auswahl-Bibliografie – Frankfurter Auschwitz-Prozess

MATERIALIEN
Lager Auschwitz Birkenau (1940–1945):
Auschwitz I (Stammlager) – Lagerplan | Lagerplan – Legende |
Auschwitz II-Birkenau – Lagerplan | Lagerplan – Legende |
Interessengebiet KL Auschwitz |
Herkunftsländer der nach Auschwitz deportierten Juden |
RSHA-Transporte nach Auschwitz | Opferzahlen – Opfergruppen |
Häftlinge – Nummernserien |

Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965):
Vernehmungsprotokolle der Beschuldigten Richard Baer,
Stefan Baretzki, Emil Bednarek, Heinrich Bischoff, Wilhelm Boger,
Arthur Breitwieser, Pery Broad, Victor Capesius, Klaus Dylewski,
Willy Frank, Emil Hantl, Karl Höcker, Franz Hofmann, Oswald Kaduk,
Josef Klehr, Franz Lucas, Robert Mulka, Gerhard Neubert, Hans
Nierzwicki, Willi Schatz, Herbert Scherpe, Bruno Schlage, Johann
Schoberth, Hans Stark |
Angeklagte – Biografien | Angeklagte – Dienstzeit in Auschwitz |
Angeklagte – SS-Dienstrang in Auschwitz |
Angeklagte – Strafverbüßung | Angeklagte – Urteil – Tabelle |
Frankfurter Auschwitz-Prozess –
Hauptverhandlung, 20.12.1963 – 20.8.1965

FOTOS

Lager Auschwitz-Birkenau | Frankfurter Auschwitz-Prozess


Fritz Bauer -Gespräche, Interviews und Reden

Fritz Bauer Institut (Hrsg.)
Redaktion: Bettina Schulte Strathaus
Fritz Bauer. Gespräche, Interviews und Reden
aus den Fernseharchiven 1961‒1968
Absolut MEDIEN, Berlin 2014, Dokumente 4017
2 DVDs, 298 Min., s/w, € 19,90
ISBN: 978-3-8488-4017-5
www.absolutmedien.de
Erstveröffentlichung historischer Fernsehaufnahmen anlässlich der Ausstellung
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt«, 10. April bis 7. September 2014 im Jüdischen Museum Frankfurt am Main.

»Verfassungsschutz, Wahrung der Freiheitsrechte, Ungehorsam und Kampf gegen totalitäre Tendenzen sind viel zu wichtige Dinge, als dass sie amtlichen Funktionären überlassen werden könnten.

Fritz Bauer (1903–1968), bekannt als Initiator der Frankfurter Auschwitz-Prozesse, betrachtete den Gerichtssaal als einen öffentlichen Ort der historischen und demokratischen Bewusstwerdung. Weniger bekannt ist, dass er als Interviewpartner, Diskutant oder Redner auch vor den Fernsehkameras Stellung bezog. Er äußerte sich zu den NS-Prozessen, zur politischen Verantwortung der Justiz, zu Geschichtsleugnung und Rechtsradikalismus, aber auch zu Fragen der Wirtschaftskriminalität, dem Sexualstrafrecht oder der Humanisierung des Strafvollzugs. Nicht zuletzt sprach er über seine Biografie als politisch und antisemitisch Verfolgter und als jüdischer Remigrant. Auch fünfzig Jahre später haben die politischen Debatten nichts von ihrer Brisanz verloren.

Bettina Schulte Strathaus ist Mitarbeiterin am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main, von 1995 bis 1998 war und seit 2013 ist sie freie Mitarbeiterin am Fritz Bauer Institut.



Freiheitsrechte: Das Beispiel der Vorfahren und der Familie von Anne Frank

Das Materialheft wurde von der Bildungsstätte Anne Frank zusammen mit dem Pädagogischen Zentrum Frankfurt entwickelt.
Es richtet sich sowohl an Geschichts- und DeutschlehrerInnen als auch an SchülerInnen und dient der Vermittlung jüdischer Geschichte in Deutschland am Beispiel der Familie Frank. In der Broschüre werden Ausschnitte aus dem alltäglichen Leben der Vorfahren und der Familie von Anne Frank aus der Sicht der jeweiligen Protagonisten vorgestellt.
Das Materialheft kann vollständig und kostenfrei als PDF-Datei  heruntergeladen oder als Printversion für 5,- Euro zzgl. Versand direkt bei der Bildungsstätte Anne Frank bestellt werden.



Neues Unterrichtsmaterial zu Kindern und Jugendlichen als Opfer der NS-Verfolgung


Der Internationale Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen hat neue Unterrichtsmaterialien zu Kindern und Jugendlichen als Verfolgte des Nationalsozialismus entwickelt.

Die Materialien unter dem Titel " Ich bin alleine zwischen fremden Menschen" enthalten Biografien verschiedener Opfergruppen, darunter jüdische, Sinti-, Zwangsarbeiter- und eingedeutschte "Lebensborn"-Kinder.
Grundlage der Unterrichtsmaterialien bilden insbesondere Dokumente des Kindersuchdienstes, der nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach Angehörigen von überlebenden Kindern und Jugendlichen gesucht hatte.
Die Materialien sind in vier Abschnitte unterteilt, die ergänzt werden durch eine Einführung und Anhänge mit einer Zeitleiste, einer Dokumentensammlung, einem Glossar sowie Literatur-, Web- und Filmtipps.
Geeignet ist das Unterrichtsmaterial für Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren. Der ITS stellt die Materialien Schulen und Bildungseinrichtungen gegen eine Schutzgebühr von 10 Euro auf CD-Rom zur Verfügung.


Link zur Bestellung


"Es war richtig, wieder anzufangen". Juden in Frankfurt am Main seit 1945


Vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten lebten in Frankfurt am Main rund 30.000 Juden, wesentlicher Bestandteil der Gesellschaft. Sie hatten großen Anteil an der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt. Den Tag der Befreiung zu Kriegsende erlebten nur wenige Hundert. Die einst zweitgrößte Gemeinde Deutschlands existierte nicht mehr.
Heute, 66 Jahre später, zählt die Frankfurter Jüdische Gemeinde mehr als 7000 Mitglieder. Sie unterhält vom Kindergarten bis zum Seniorenheim zahlreiche Institutionen, die das aktive Gemeindeleben präsentieren. „Es war richtig, wieder anzufangen“, sagte Ignatz Bubis bei der Einweihung des Gemeindezentrums 1986 und läutete rund 40 Jahre nach der Shoah das „Ende der gepackten Koffer“ ein. Architekt Salomon Korn sagte dasselbe: „Wer ein Haus baut, will bleiben.“
Der Autorin und Historikerin Helga Krohn ist es in ihrem reich illustrierten Buch gelungen, die Nachkriegsgeschichte der Frankfurter Jüdischen Gemeinde umfassend und anschaulich zu dokumentieren. Sie spannt einen Bogen von der Befreiung über die 50er und 60er Jahre, die Studenten- und Häuserkampfbewegung, die Auseinandersetzungen um Fassbinders Theaterstück „Der Müll, die Stadt und der Tod“, die Zuwanderung der Juden aus der ehemaligen Sowjetunion bis in die Gegenwart.


Helga Krohn: "Es war richtig, wieder anzufangen" Juden in Frankfurt am Main seit 1945, Brandes&Apsel 2011, 368 S., €29,90


Heimkehr der Unerwünschten. Eine Geschichte der Juden in Deutschland nach 1945

Seit Ende der 80er Jahren, als die ersten Juden aus der ehemaligen Sowjetunion eingewandert sind, hat sich das jüdische Leben in Deutschland bis heute sichtbar verändert. Neue Gemeinden entstanden oder wurden reaktiviert, Synagogen und Gemeindezentren wurden gebaut. Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendzentren vermitteln und leben jüdisches Brauchtum und Kultur.
Oliver Guez begibt sich auf eine Zeitreise und erforscht die unterschiedlichen Motive, die Juden zur Einwanderung nach Deutschland bewegt haben. Er besucht Schauplätze jüdischen Lebens vor allem in Berlin, aber auch in Israel und den USA. Er spricht mit Zeitzeugen von Arno Lustiger über Barbara Honigmann, die sich in der jüdischen Gemeinde Ost-Berlins engagierte, bis zu Wladimir Kaminer, dem wohl bekanntesten (nicht religiösen) Juden aus der ehemaligen Sowjetunion, der zunächst in die noch kurz existierende DDR eingereist war. Vertreter der ehemaligen linken Frankfurter Szene wie Micha Brumlik kommen ebenso zu Wort wie die Provokateure Maxim Biller und Hendryk M. Broder. Durch den sehr feuilletonistischen Sprachstil gelingt es dem Autor, ein vielfältiges und facettenreiches Bild über die verschiedenen Motive und Entwicklungen jüdischen Lebens in Deutschland nach der Shoah zu zeichnen. Eine bewegende Geschichte entwickelt sich, die trotz Schmerz, Angst und Trauer auch von der Hoffnung auf Leben erzählt.


Olivier Guez: Heimkehr der Unerwünschten. Eine Geschichte der Juden in Deutschland nach 1945,Piper 2011, 409 S. €22,95


Lena feiert Pessach mit Alma

Alma feiert mit ihrer Familie das jüdische Pessach-Fest. Ihre beste Freundin Lena, die nichtjüdisch ist,  darf mitfeiern. Erst müssen sie alte Krümel und Brotreste aufräumen. Später sitzen alle um den festlichen Tisch und es gibt leckere Speisen. Es wird gesungen, erzählt und gelacht. Lena ist neugierig und erfährt viel über jüdische Traditionen.
Ein gelungenes Buch für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter und ihre PädagogInnen.

Myriam Halberstam: Lena feiert Pessach mit Alma
Carlsen Verlag, 3,90 €



Dinah und Levi. Wie jüdische Kinder leben und feiern.

Geschichten von Chanukka, Purim und Pessach. Die Kinder Dinah und Levi wohnen im selben Haus. Sie sind jüdisch.  Levis Familie ist religiös und befolgt alle Regeln, die es im Judentum gibt. Dinah und ihre Eltern gehen nur an wichtigen Feiertagen in die Synagoge. Gemeinsam feiern die Kinder und ihre Familien die jüdischen Feiertage Jom Kippur, Chanukka und Pessach und schmücken die Holzhütte für das Laubhüttenfest.
Eine gelungene kindgerechte Erzählung mit ausrucksstarken Zeichnungen, um Kindern und PädagogInnen im Vorschul- und Grundschulbereich jüdisches religiöses Leben heute in seinen verschiedenen Ausprägungen nahe zu bringen.

Alexia Weiss: Dinah und Levi. Wie jüdische Kinder leben und feiern.

Betz Verlag 2011, 12,95 €

Bericht in der Jüdischen Allgemeinen vom 21.4.2011
www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/10233



Kippa, Kelch, Koran - Interreligiöses Lernen mit Zeugnissen der Weltreligionen

Religionen sollten in der Schule nicht so sehr als abstrakte Gebilde oder Lehren betrachtet werden, sondern als dynamische Lebensorientierungen von Menschen und ihren Gemeinschaften. Dabei sollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten anschaulich vermittelt werden. Das Buch von dem Religionspädagogen Clauß Peter Sajak verdient seinen Namen – ein Buch für die Unterrichtspraxis.
Heilige Gegenstände, die den Weltreligionen Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus von besonderer Bedeutung sind, stehen im Mittelpunkt dieses Buches.
Im 1. Teil werden knapp und verständlich die „Konturen einer Didaktik der Religionen“ skizziert.
Teil 2 zeigt die praktische Umsetzung mittels je 5 Zeugnissen der 5 großen Weltreligionen: Christentum (Kreuz, Osterkerze, Kelch, Rosenkranz, Ikone; Judentum ( Tallit/Tefillin, Mesusa, Jad, Kippa, Menora); Islam (Koran, Gebetsteppich, Kopftuch, Gebetskette, Miswak); Hinduismus (Bindi, OHM, Yantra, Shaiva-Statue, Lotosblüte); Buddhismus (Buddha-Statue, Rad der Lehre, Glocke und Vajra, Gebetsmühle, Almosenschale).
Jedes dieser 25 Zeugnisse erfährt eine genaue didaktische Einbettung in Bezug auf die Lerngruppe, die Lernziele, Methodik und Kompetenzorientierung. Die Abbildungen und Materialien  sind wertvolle Hilfen bei der Vorbereitung und Vermittlung
Die Mehrheit der Unterrichtsskizzen ist für die Grundschule und die Sekundarstufe I entworfen, doch die Informationen und Tipps sind durchaus auch für höhere Jahrgänge geeignet.


Clauß Peter Sajak, Kippa, Kelch, Koran. Interreligiöses Lernen mit Zeugnissen der Weltreligionen. Kösel- Verlag, 2010


Abitur-Wissen Geschichte Naher Osten


Wieder stehen Konflikte im Nahen Osten im Mittelpunkt der Weltpolitik. Schülern aber auch Lehrern sind die historischen Wurzeln des Nahostkonflikts häufig unbekannt. Ohne diese zu kennen ist jedoch eine differenzierte persönliche Bewertung nicht möglich. Besonders im Hinblick auf die Abiturvorbereitung haben unsere beiden Mitarbeiter Dr. Wolfgang Geiger und Dr. Martin Liepach ein kompaktes Buch verfasst, dass alle prüfungsrelvanten Aspekte enthält und verständlich und umfassend informiert:

  • Antike – Palästina im Widerstreit von Herrschaftsinteressen
  • Mittelalter und Frühe Neuzeit
  • Das lange 19. Jahrhundert
  • Das britische Mandat für Palästina und die Gründung des Staates Israel
  • Israel und seine arabischen Nachbarn im Spannungsfeld des Kalten Krieges
  • „Intifada“ bis Gazakrieg

Wolfgang Geiger, Martin Liepach, "Naher Osten - Historische Wurzeln eines weltpolitischen Konflikts"
Abitur-Wissen Geschichte für G8, Stark Verlag, 2011


Neuerscheinung

Zwei Generationen nach dem Ende des Nationalsozialismus ist die Gedenkstättenpädagogik ein Arbeitsfeld, das sich etabliert hat. Die Professionalisierung und der Abschied von den Zeitzeug(inn)en lenken die Aufmerksamkeit auf die vielfältigen pädagogischen und psychologischen Fragen, die die Mitarbeiter(innen) bei ihrer Arbeit zu berücksichtigen haben und die bisher nicht zusammengefasst worden sind.
Im Rahmen des Bundesmodellprojekts »Gedenkstättenpädagogik und Gegenwartsbezug – Selbstverständigung und Konzeptentwicklung« haben Pädagog(inn)en aus 12 Gedenkstätten in Deutschland, Österreich und Polen ein Berufsbild Gedenkstättenpädagogik entwickelt. Ein Praxisteil mit Übungen zur Selbstreflexion zeigt auf, wie Qualifizierung und Weiterbildung in diesem Arbeitsfeld aussehen kann.


Thimm, Barbara / Kößler, Gottfried / Ulrich, Susanne (Hrsg.)
Verunsichernde Orte
Selbstverständnis und Weiterbildung in der Gedenkstättenpädagogik
Mit Beiträgen von Eckmann, Monique / Geißler, Christian / George, Uta / Haug, Verena / Kaiser, Wolf / Scheurich, Imke / Wretzel, Helmut /von Wrochem, Oliver /Hrsg. v. Thimm, Barbara / Kößler, Gottfried / Ulrich, Susanne
1. Auflage 2010
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Neuerscheinung

Eva Lezzi und Anna Adam:  Beni, Oma und ihr Geheimnis
Ist jüdisches Alltagsleben in Deutschland ein Thema für Grundschulkinder? In Beni, Oma und ihr Geheimnis verbringt der Achtjährige ein Wochenende bei seinen Großeltern, gebürtigen Berlinern, die während der Nazizeit fliehen mussten und nach dem Holocaust nach Deutschland zurückkehrten. Die furchtbaren Erfahrungen in Nazi-Deutschland haben ihr Leben geprägt und sind damit allgegenwärtig.
Dennoch haben Eva Lezzi und Anna Adam kein Geschichtsbuch für Kinder, sondern ein Geschichtenbuch gemacht, das für viel Gesprächsstoff über ziemlich sperrige Themen sorgt: nationalsozialistische Vergangenheit, jüdische Religion, Bräuche, aber auch das gewöhnliche Chaos des Älterwerdens und die Probleme der Kommunikation zwischen den Generationen. Die einfühlsamen, anschaulichen Collagen von Anna Adams erleichtern den Zugang. Ein Buch, das ohne erhobenen Zeigefinger auskommt. Manchmal ist die Darstellung jüdischen Familienlebens arg konstruiert. Im Ganzen gesehen eine Lektüre für Kinder im Grundschulalter, die Fragen über den Nationalsozialismus und das Judentum provoziert. Enttäuschend ist das etwas abrupte Ende. Die Geschichte hätte noch einige Wendungen verdient. Schade.


Eva Lezzi
Anna Adam
Beni, Oma und ihr Geheimnis

Hentrich&Hentrich Verlag Berlin, 2010, 32 Seiten


Neuerscheinung

Hessisches Staatsarchiv Marburg in Verbindung mit der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen
Andreas Hedwig / Reinhard Neebe / Annegret Wenz-Haubfleisch (Hg.):
Die Verfolgung der Juden während der NS-Zeit. Stand und Perspektiven der Dokumentation, der Vermittlung und der Erinnerung.
Schriften des Hessischen Staatsarchivs Marburg, Bd. 24, Marburg 2011.

Der Band beinhaltet die Beiträge des gleichnamigen Kolloquiums vom 23. bis 24.4.2009 und den Katalog der Ausstellung Pogromnacht – Auftakt am 7. November 1938 in Hessen, die von November 2008 bis Mai 2009 im Hessischen Staatsarchiv Marburg gezeigt wurde. Die Ausstellung ist auch online zu sehen im Digitalen Archiv Marburg: www.digam.net

Das Pädagogische Zentrum ist mit zwei Beiträgen in dem Band vertreten:
Wolfgang Geiger: Zwischen politischem Anspruch, medialer Überrepräsentanz und didaktischer Reduktion: Jüdische Geschichte und Holocaust im Unterricht, S.83- 91.
Gottfried Kößler: Perspektivenwechsel: Gegenwartsdimensionen historischen Lernens über den Holocaust, S.129-134.




Veranstaltungskalender
Juni 2016
Mo Di Mi Do Fr Sa So
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Pädagogisches Zentrum
Fritz Bauer Institut &
Jüdisches Museum Frankfurt

Seckbächer Gasse 14
60311 Frankfurt am Main
Tel. 069-212 74237
pz-ffm[at]stadt-frankfurt.de





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Letzte Änderung: 10.04.2012