Sehr geehrte Besucher,
Sie benutzen den Internet Explorer in der Version 6 oder kleiner. Dieser Browser ist mehr als 10 Jahre alt und wird von unserer Website nicht mehr unterstützt. Es kann daher zu Darstellungsproblemen kommen.

Um unsere Website in Ihrer vollen Schönheit betrachten zu können, bitten wir Sie, Ihre Browsersoftware zu aktualisieren.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Pädagogisches Zentrum Frankfurt am Main
background image
Header Pädagogisches Zentrum Frankfurt am Main
Logo Pädagogisches Zentrum Frankfurt am Main
      

Empfehlungen des Pädagogischen Zentrums Frankfurt am Main


Hinweis: Eine Linkliste mit empfohlenen Webseiten gibt es hier.


„Wir oder Scharia“? Islamfeindliche Kampagnen im Rechtsextremismus

Unter dem Motto „Wir oder Scharia“ versucht die NPD in Nordrhein-Westfalen, Stimmung gegen Menschen muslimischen Glaubens zu machen. Die Islamfeindschaft soll zum Vehikel ihrer eigenen Ideologien werden, diese salonfähig machen und für eine neue Anhängerschaft werben. Verschiedene rechte Organisationen in Deutschland schüren mit solchen Parolen Angst in der Bevölkerung. Die kritische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit islamfeindlicher Hetze steht im Zentrum der Publikation „Wir oder Scharia“? Der Band ist das Ergebnis der Zusammenarbeit vom Verfassungsschutz NRW mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin. Wissenschaftliche Disziplinen liefern 18 Beiträge aus verschiedenen Blickwinkeln - Geschichte,  Sozialpsychologie, Politologie, Islamwissenschaft oder Pädagogik - und mühen sich um demokratische Aufklärung. Leitmotive, sprachliche Strategien und Erfolgsaussichten islamfeindlicher Kampagnen werden analysiert. Die Autoren dokumentieren  Kreative Projekte aus Nordrhein-Westfalen, die der Islamfeindlichkeit begegnen und positive Zeichen für ein demokratisches Zusammenleben setzen.  


Benz, Wolfgang und Pfeiffer, Thomas (Hrsg.): „Wir oder Scharia“? Islamfeindliche Kampagnen im Rechtsextremismus. Analysen und Projekte zur Prävention, Wochenschau Verlag, Schwalbach/Taunus 2011


Deutsch-jüdische Geschichte im Unterricht - Orientierungshilfe

Bei der Behandlung deutsch-jüdischer Geschichte im Schulbereich besteht nach wie vor ein bedauerliches Defizit. Während deutsch-jüdische Geschichte in Hochschule und Wissenschaft inzwischen ihren festen Platz gefunden hat, wird sie in der Schule, in Lehrplänen, Schulbüchern und im Unterricht - von Ausnahmen abgesehen - weiterhin sehr unvollständig und einseitig behandelt. Juden erscheinen zumeist nur als Objekte, Verfolgte und Opfer des Holocaust. Das Positive und die aktive Rolle der Juden in der langen deutsch-jüdischen Geschichte bleiben vielfach ausgeblendet.

Deutsch-jüdische Geschichte ist jedoch integraler Bestandteil der Deutschen Geschichte. Ohne sie bleibt Deutsche Geschichte unvollständig.

Um bei der notwendigen Beseitigung des Defizits mitzuwirken und neuen Anstoß für den erforderlichen Perspektivwechsel zu geben, hat das Leo Baeck Institut, das seit 1955 der Erforschung und Vermittlung der deutsch-jüdischen Geschichte dient, eine Kommission eingesetzt. Diese hat nach Analyse von Lehrplänen und Schulbüchern eine Orientierungshilfe bzw. ein Kerncurriculum über deutsch-jüdische Geschichte für den Schulbereich erarbeitet.


Download


"Es war richtig, wieder anzufangen". Juden in Frankfurt am Main seit 1945


Vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten lebten in Frankfurt am Main rund 30.000 Juden, wesentlicher Bestandteil der Gesellschaft. Sie hatten großen Anteil an der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt. Den Tag der Befreiung zu Kriegsende erlebten nur wenige Hundert. Die einst zweitgrößte Gemeinde Deutschlands existierte nicht mehr.
Heute, 66 Jahre später, zählt die Frankfurter Jüdische Gemeinde mehr als 7000 Mitglieder. Sie unterhält vom Kindergarten bis zum Seniorenheim zahlreiche Institutionen, die das aktive Gemeindeleben präsentieren. „Es war richtig, wieder anzufangen“, sagte Ignatz Bubis bei der Einweihung des Gemeindezentrums 1986 und läutete rund 40 Jahre nach der Shoah das „Ende der gepackten Koffer“ ein. Architekt Salomon Korn sagte dasselbe: „Wer ein Haus baut, will bleiben.“
Der Autorin und Historikerin Helga Krohn ist es in ihrem reich illustrierten Buch gelungen, die Nachkriegsgeschichte der Frankfurter Jüdischen Gemeinde umfassend und anschaulich zu dokumentieren. Sie spannt einen Bogen von der Befreiung über die 50er und 60er Jahre, die Studenten- und Häuserkampfbewegung, die Auseinandersetzungen um Fassbinders Theaterstück „Der Müll, die Stadt und der Tod“, die Zuwanderung der Juden aus der ehemaligen Sowjetunion bis in die Gegenwart.


Helga Krohn: "Es war richtig, wieder anzufangen" Juden in Frankfurt am Main seit 1945, Brandes&Apsel 2011, 368 S., €29,90


Heimkehr der Unerwünschten. Eine Geschichte der Juden in Deutschland nach 1945

Seit Ende der 80er Jahren, als die ersten Juden aus der ehemaligen Sowjetunion eingewandert sind, hat sich das jüdische Leben in Deutschland bis heute sichtbar verändert. Neue Gemeinden entstanden oder wurden reaktiviert, Synagogen und Gemeindezentren wurden gebaut. Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendzentren vermitteln und leben jüdisches Brauchtum und Kultur.
Oliver Guez begibt sich auf eine Zeitreise und erforscht die unterschiedlichen Motive, die Juden zur Einwanderung nach Deutschland bewegt haben. Er besucht Schauplätze jüdischen Lebens vor allem in Berlin, aber auch in Israel und den USA. Er spricht mit Zeitzeugen von Arno Lustiger über Barbara Honigmann, die sich in der jüdischen Gemeinde Ost-Berlins engagierte, bis zu Wladimir Kaminer, dem wohl bekanntesten (nicht religiösen) Juden aus der ehemaligen Sowjetunion, der zunächst in die noch kurz existierende DDR eingereist war. Vertreter der ehemaligen linken Frankfurter Szene wie Micha Brumlik kommen ebenso zu Wort wie die Provokateure Maxim Biller und Hendryk M. Broder. Durch den sehr feuilletonistischen Sprachstil gelingt es dem Autor, ein vielfältiges und facettenreiches Bild über die verschiedenen Motive und Entwicklungen jüdischen Lebens in Deutschland nach der Shoah zu zeichnen. Eine bewegende Geschichte entwickelt sich, die trotz Schmerz, Angst und Trauer auch von der Hoffnung auf Leben erzählt.


Olivier Guez: Heimkehr der Unerwünschten. Eine Geschichte der Juden in Deutschland nach 1945,Piper 2011, 409 S. €22,95


Lena feiert Pessach mit Alma

Alma feiert mit ihrer Familie das jüdische Pessach-Fest. Ihre beste Freundin Lena, die nichtjüdisch ist,  darf mitfeiern. Erst müssen sie alte Krümel und Brotreste aufräumen. Später sitzen alle um den festlichen Tisch und es gibt leckere Speisen. Es wird gesungen, erzählt und gelacht. Lena ist neugierig und erfährt viel über jüdische Traditionen.
Ein gelungenes Buch für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter und ihre PädagogInnen.

Myriam Halberstam: Lena feiert Pessach mit Alma
Carlsen Verlag, 3,90 €



Dinah und Levi. Wie jüdische Kinder leben und feiern.

Geschichten von Chanukka, Purim und Pessach. Die Kinder Dinah und Levi wohnen im selben Haus. Sie sind jüdisch.  Levis Familie ist religiös und befolgt alle Regeln, die es im Judentum gibt. Dinah und ihre Eltern gehen nur an wichtigen Feiertagen in die Synagoge. Gemeinsam feiern die Kinder und ihre Familien die jüdischen Feiertage Jom Kippur, Chanukka und Pessach und schmücken die Holzhütte für das Laubhüttenfest.
Eine gelungene kindgerechte Erzählung mit ausrucksstarken Zeichnungen, um Kindern und PädagogInnen im Vorschul- und Grundschulbereich jüdisches religiöses Leben heute in seinen verschiedenen Ausprägungen nahe zu bringen.

Alexia Weiss: Dinah und Levi. Wie jüdische Kinder leben und feiern.

Betz Verlag 2011, 12,95 €

Bericht in der Jüdischen Allgemeinen vom 21.4.2011
www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/10233



Kippa, Kelch, Koran - Interreligiöses Lernen mit Zeugnissen der Weltreligionen

Religionen sollten in der Schule nicht so sehr als abstrakte Gebilde oder Lehren betrachtet werden, sondern als dynamische Lebensorientierungen von Menschen und ihren Gemeinschaften. Dabei sollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten anschaulich vermittelt werden. Das Buch von dem Religionspädagogen Clauß Peter Sajak verdient seinen Namen – ein Buch für die Unterrichtspraxis.
Heilige Gegenstände, die den Weltreligionen Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus von besonderer Bedeutung sind, stehen im Mittelpunkt dieses Buches.
Im 1. Teil werden knapp und verständlich die „Konturen einer Didaktik der Religionen“ skizziert.
Teil 2 zeigt die praktische Umsetzung mittels je 5 Zeugnissen der 5 großen Weltreligionen: Christentum (Kreuz, Osterkerze, Kelch, Rosenkranz, Ikone; Judentum ( Tallit/Tefillin, Mesusa, Jad, Kippa, Menora); Islam (Koran, Gebetsteppich, Kopftuch, Gebetskette, Miswak); Hinduismus (Bindi, OHM, Yantra, Shaiva-Statue, Lotosblüte); Buddhismus (Buddha-Statue, Rad der Lehre, Glocke und Vajra, Gebetsmühle, Almosenschale).
Jedes dieser 25 Zeugnisse erfährt eine genaue didaktische Einbettung in Bezug auf die Lerngruppe, die Lernziele, Methodik und Kompetenzorientierung. Die Abbildungen und Materialien  sind wertvolle Hilfen bei der Vorbereitung und Vermittlung
Die Mehrheit der Unterrichtsskizzen ist für die Grundschule und die Sekundarstufe I entworfen, doch die Informationen und Tipps sind durchaus auch für höhere Jahrgänge geeignet.


Clauß Peter Sajak, Kippa, Kelch, Koran. Interreligiöses Lernen mit Zeugnissen der Weltreligionen. Kösel- Verlag, 2010


Abitur-Wissen Geschichte Naher Osten


Wieder stehen Konflikte im Nahen Osten im Mittelpunkt der Weltpolitik. Schülern aber auch Lehrern sind die historischen Wurzeln des Nahostkonflikts häufig unbekannt. Ohne diese zu kennen ist jedoch eine differenzierte persönliche Bewertung nicht möglich. Besonders im Hinblick auf die Abiturvorbereitung haben unsere beiden Mitarbeiter Dr. Wolfgang Geiger und Dr. Martin Liepach ein kompaktes Buch verfasst, dass alle prüfungsrelvanten Aspekte enthält und verständlich und umfassend informiert:

  • Antike – Palästina im Widerstreit von Herrschaftsinteressen
  • Mittelalter und Frühe Neuzeit
  • Das lange 19. Jahrhundert
  • Das britische Mandat für Palästina und die Gründung des Staates Israel
  • Israel und seine arabischen Nachbarn im Spannungsfeld des Kalten Krieges
  • „Intifada“ bis Gazakrieg

Wolfgang Geiger, Martin Liepach, "Naher Osten - Historische Wurzeln eines weltpolitischen Konflikts"
Abitur-Wissen Geschichte für G8, Stark Verlag, 2011


Neuerscheinung

„Die Judenschublade – junge Juden in Deutschland“ - Ein Dokumentarfilm mit Arbeitsmaterialien

Jüdisches Leben in Deutschland heute? Nicht unbedingt ein Thema für den Religions-, Ethik- oder Geschichtsunterricht. In der Schule überwiegen Klischees oder Stereotypen, wenn es darum geht, jüdisches Leben zu vermitteln. Die aktuelle Realität bilden sie nicht ab.
In dem 60-minütigen Dokumentarfilm „Die Judenschublade“ kommen jüdische Jugendliche aus verschiedenen Bundesländern zu Wort und berichten selbstbewusst, was sie in ihrem Alltag bewegt. Sie erzählen von ihrer Identität, der Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart. Am Ende zeichnen sich sehr verschiedene Konturen jüdischen Lebens in Deutschland ab. Bilder, die nicht in eine „Schublade“ passen. Der Zuschauer gewinnt einen Einblick in das jüdische Leben in Deutschland.
Der Film gliedert sich in vier Kapitel:
•    Junge Juden in Deutschland
•    Religion
•    Großkinder des Holocausts
•    Jüdisches Leben
Das umfangreiche  Arbeitsheft greift Fragen und Themen des Films auf und ermöglicht durch hervorragende didaktische Aufbereitung den Einsatz sowohl in schulischer als auch in außerschulischer  Bildungsarbeit. Die Arbeitsmaterialien können in Geschichts-, Politik-, Ethik-, Religions- und Deutschunterricht genutzt werden. Durch die methodische Vielfalt der Arbeitsaufträge (Textarbeit, Interviews, Mindmaps, Rollenspiel, Recherchen etc.) wird das Heft auch den neuesten Anforderungen kompetenzorientierten Lernens gerecht.


Lena Gorelik, Magarethe Mehring-Fuchs, Larissa Weber "Die Judenschublade - Junge Juden in Deutschland"
Ein Dokumentarfilm mit Arbeitsmaterialien
Verlag an der Ruhr 2011, 34,90€


Neuerscheinung

Zwei Generationen nach dem Ende des Nationalsozialismus ist die Gedenkstättenpädagogik ein Arbeitsfeld, das sich etabliert hat. Die Professionalisierung und der Abschied von den Zeitzeug(inn)en lenken die Aufmerksamkeit auf die vielfältigen pädagogischen und psychologischen Fragen, die die Mitarbeiter(innen) bei ihrer Arbeit zu berücksichtigen haben und die bisher nicht zusammengefasst worden sind.
Im Rahmen des Bundesmodellprojekts »Gedenkstättenpädagogik und Gegenwartsbezug – Selbstverständigung und Konzeptentwicklung« haben Pädagog(inn)en aus 12 Gedenkstätten in Deutschland, Österreich und Polen ein Berufsbild Gedenkstättenpädagogik entwickelt. Ein Praxisteil mit Übungen zur Selbstreflexion zeigt auf, wie Qualifizierung und Weiterbildung in diesem Arbeitsfeld aussehen kann.


Thimm, Barbara / Kößler, Gottfried / Ulrich, Susanne (Hrsg.)
Verunsichernde Orte
Selbstverständnis und Weiterbildung in der Gedenkstättenpädagogik
Mit Beiträgen von Eckmann, Monique / Geißler, Christian / George, Uta / Haug, Verena / Kaiser, Wolf / Scheurich, Imke / Wretzel, Helmut /von Wrochem, Oliver /Hrsg. v. Thimm, Barbara / Kößler, Gottfried / Ulrich, Susanne
1. Auflage 2010
mehr


Neuerscheinung

Ehre, Treue, Schande und Kameradschaft: Raphael Gross stellt in diesem Buch erstmals eine moralhistorische Perspektive auf die NS-Geschichte vor. Er zeigt, dass erst ein System von gegenseitig eingeforderten moralischen Gefühlen und Tugenden die Begeisterung der deutschen Bevölkerung für die nationalsozialistische Volksgemeinschaft ermöglicht hat. Politische Reden, Schulbücher und ebenso der scheinbar apolitische Unterhaltungsbetrieb waren von dieser Moral geprägt. Raphael Gross zeigt in seiner wegweisenden Darstellung, dass diese von vielen getragene, verbrecherische NS-Moral nach der militärischen Niederlage 1945 nicht plötzlich verschwunden ist.


Raphael Gross auf dem blauen Sofa der Frankfurter Buchmesse, verfügbar in der Mediathek des ZDF hier


Neuerscheinung

Eva Lezzi und Anna Adam:  Beni, Oma und ihr Geheimnis
Ist jüdisches Alltagsleben in Deutschland ein Thema für Grundschulkinder? In Beni, Oma und ihr Geheimnis verbringt der Achtjährige ein Wochenende bei seinen Großeltern, gebürtigen Berlinern, die während der Nazizeit fliehen mussten und nach dem Holocaust nach Deutschland zurückkehrten. Die furchtbaren Erfahrungen in Nazi-Deutschland haben ihr Leben geprägt und sind damit allgegenwärtig.
Dennoch haben Eva Lezzi und Anna Adam kein Geschichtsbuch für Kinder, sondern ein Geschichtenbuch gemacht, das für viel Gesprächsstoff über ziemlich sperrige Themen sorgt: nationalsozialistische Vergangenheit, jüdische Religion, Bräuche, aber auch das gewöhnliche Chaos des Älterwerdens und die Probleme der Kommunikation zwischen den Generationen. Die einfühlsamen, anschaulichen Collagen von Anna Adams erleichtern den Zugang. Ein Buch, das ohne erhobenen Zeigefinger auskommt. Manchmal ist die Darstellung jüdischen Familienlebens arg konstruiert. Im Ganzen gesehen eine Lektüre für Kinder im Grundschulalter, die Fragen über den Nationalsozialismus und das Judentum provoziert. Enttäuschend ist das etwas abrupte Ende. Die Geschichte hätte noch einige Wendungen verdient. Schade.


Eva Lezzi
Anna Adam
Beni, Oma und ihr Geheimnis

Hentrich&Hentrich Verlag Berlin, 2010, 32 Seiten


Neuerscheinung

Hessisches Staatsarchiv Marburg in Verbindung mit der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen
Andreas Hedwig / Reinhard Neebe / Annegret Wenz-Haubfleisch (Hg.):
Die Verfolgung der Juden während der NS-Zeit. Stand und Perspektiven der Dokumentation, der Vermittlung und der Erinnerung.
Schriften des Hessischen Staatsarchivs Marburg, Bd. 24, Marburg 2011.

Der Band beinhaltet die Beiträge des gleichnamigen Kolloquiums vom 23. bis 24.4.2009 und den Katalog der Ausstellung Pogromnacht – Auftakt am 7. November 1938 in Hessen, die von November 2008 bis Mai 2009 im Hessischen Staatsarchiv Marburg gezeigt wurde. Die Ausstellung ist auch online zu sehen im Digitalen Archiv Marburg: www.digam.net

Das Pädagogische Zentrum ist mit zwei Beiträgen in dem Band vertreten:
Wolfgang Geiger: Zwischen politischem Anspruch, medialer Überrepräsentanz und didaktischer Reduktion: Jüdische Geschichte und Holocaust im Unterricht, S.83- 91.
Gottfried Kößler: Perspektivenwechsel: Gegenwartsdimensionen historischen Lernens über den Holocaust, S.129-134.



Aktueller Antisemitismus - ein PhÄnomen der Mitte


Judenfeindliche Ressentiments und Vorurteile sind längst keine typischen Erscheinungen von Randgruppen. In den letzten Jahren ist die Hemmschwelle, judenfeindliche Inhalte öffentlich zu äußern, auch in der Mitte der Gesellschaft gesunken. Israel, als modernes Symbol jüdischen Lebens, dient dabei häufig als Projektionsfläche der Judenfeindschaft. Dieser Antisemitismus der Mitte stand im Zentrum eines interdisziplinären Symposiums, das 2009 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena stattfand. Der Sammelband dokumentiert die Beiträge der Veranstaltung, in denen ausgewiesene Antisemitismusexperten wie Wolfgang Benz, Jehuda Reinharz und Martin Kloke ihre Analysen vorlegen. Die elf Beiträge widmen sich den unterschiedlichsten Schwerpunkten: Wolfgang Benz und Monika Schwarz-Friesel analysieren jeweils gesondert Briefe an jüdische Einrichtungen als Ausdrucksformen alltäglichen Antisemitismus, Esther Schapira und Georg M. Hafner gehen auf die Medienberichterstattung zum Nahostkonflikt und Robert Beyer und Eva Leuschner auf antisemitische Äußerungsformen in TV-Diskursen ein, um nur einige Themen zu nennen.
Die Beiträge bieten eine gute Grundlage für Diskussionen und Reflexionen und spiegeln den aktuellen, Stand der Antisemitismusforschung wider.

Monika Schwarz-Friesel, Evyatar Friesel, Jehuda Reinharz (Hg), Aktueller Antisemitismus – ein Phänomen der Mitte,  De Gruyter, Berlin, New York, 2010




Veranstaltungskalender
Mai 2012
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  01 02 03 04 05 06
07 08 09 10 11 12 13
14 15 16 17 18 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31  

Pfeil nach rechtsAA





Pädagogisches Zentrum
Fritz Bauer Institut &
Jüdisches Museum Frankfurt

Seckbächer Gasse 14
60311 Frankfurt am Main
Tel. 069-212 74237
info[at]pz-ffm.de

Paketlieferungen
Jüdisches Museum
Untermainkai 14-15
60311 Frankfurt am Main


© ® 1999-2012 Pädagogisches Zentrum
Frankfurt am Main
Letzte Änderung: 10.04.2012