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Stichwort des Monats
Pessach

Das Pessach-Fest ist neben Schawuot, dem Wochenfest, und Sukkot, dem Laubhüttenfest, eines der drei großen jüdischen Wallfahrtsfeste.  In der Zeit des Zweiten Tempels pilgerten die Gläubigen zum Tempel nach Jerusalem, um dort die Pessachtiere zu opfern.
Pessach geht aus zwei verschiedenen biblischen Festen hervor: Am 14. Tag des Frühlingsmonats Nissan (nach jüdischem Kalender) wurde zunächst das Hirtenfest Pessach gefeiert, dessen zentrales Ritual das Lammopfer bzw. das Pessach-Opfer war. Das zweite Fest, das Chag-ha-Mazzot (Fest der ungesäuerten Brote), lehnte sich zeitlich direkt an das Pessach-Fest an und wurde vom 15. bis zum 21. Nissan gefeiert.
Beim Pessach-Fest gedenken Juden einerseits der Verschonung ihrer Erstgeborenen während der zehnten Plage, die Gott über Ägypten geschickt hat, andererseits der damit verbundenen Befreiung und des Auszugs aus der Knechtschaft in Ägypten um 1270 v.d.Z. Daher stammt auch der Begriff Pessach, was sinngemäß „Vorübergehen“, „Auslassen“ oder „Überspringen“ bedeutet.

Das Fest beginnt mit dem Seder-Abend, dem Höhepunkt von Pessach. Symbolische Speisen und Handlungen erinnern an den Auszug aus Ägypten. Die Symbole werden auf dem Seder-Teller angerichtet und, begleitet von einem festlichen Mahl, in einer bestimmten Reihenfolge (Seder) verzehrt. Gelesen und gesungen wird aus der Haggada (Nacherzählung), ein reich bebildertes Buch, das neben rituellen Handlungsweisen auch Erzählungen vom Auszug des Volkes Israel aus Ägypten beinhaltet. Sie werden im Laufe des Abends vorgelesen, um die Kinder mit der Geschichte ihres Volkes vertraut zu machen.
An den Seder-Abend schließt das Fest der ungesäuerten Brote an. Diese Mazzot erinnern an die Eile, in der das Volk Israel Ägypten verlassen musste. Es hatte nicht genügend Zeit, gesäuertes Brot zu backen.
Während der folgenden sieben Tage darf nichts Gesäuertes (hebr. Chametz) gegessen werden, denn wer laut Thora, Exodus, 12.15, am „Brot Ägyptens“ festgehalten hat, der gehörte nicht zum Volk Israels. Chametz ist darüber hinaus alle Speise und Getränke, die aus bestimmten Getreidesorten hergestellt wurden.

Zur Festvorbereitung werden in der Vorwoche sämtliche gesäuerten Nahrungsmittel verzehrt, verschenkt oder verkauft und die übrigen in einem großen Hausputz entfernt. Auch der letzte Krümel wird aus dem Haus entfernt. In vielen Haushalten gibt es Geschirr und Besteck eigens für Pessach. Rituell wird zum Abschluss der Hausreinigung jeder Winkel der Wohnung im Licht einer Kerze nach verbliebenem Chametz durchsucht.

Am letzten Pessach-Festtag wird verstorbener Familienangehöriger mit dem Jiskor-Gebet gedacht. Es ist das Gebet im Angedenken an die verstorbenen Seelen.
Das Ende der Seder-Feier birgt eine Hoffnung: „Dieses Jahr sind wir hier, nächstes Jahr werden wir im Lande Israel sein. Dieses Jahr sind wir Sklaven, nächstes Jahr werden wir frei sein. Nächstes Jahr in Jerusalem."

Literaturhinweise


Mazzot, ungesäuerte Brote. © M. Levy


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Letzte Änderung: 21.09.2015