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Aktuelles
Unabhängigkeitstag – Die Staatsgründung Israels

Jom Haazmaut ist der israelische Unabhängigkeitstag, ein nationaler Feiertag am fünften Tag des jüdischen  Monats Ijar in Erinnerung an die Verkündung der israelischen Unabhängigkeitserklärung am 14.5. 1948. Die Feier beginnt mit einer Fackelzeremonie auf dem Herzlberg in Jerusalem. Es wird im ganzen Land mit Musik und Tanz gefeiert; auch in allen Jüdischen Gemeinden außerhalb Israels  gibt es Feiern zum Unabhängigkeitstag.
Im 19. Jahrhundert gehörte das Gebiet Palästina zum Osmanischen Reich. Nach dem Ersten Weltkrieg verwaltete Großbritannien im  Auftrag des Völkerbundes Mesopotamien (Irak) und Palästina als Mandat.
Bereits während des Ersten Weltkriegs hatte die britische Regierung sowohl den in Palästina lebenden Juden als auch den arabischen Machthabern in den angrenzenden Regionen Versprechungen gemacht. In der Balfour-Erklärung von 1917 sicherte die britische Regierung dem jüdischen Volk eine „nationale Heimstätte in Palästina“ zu.
Nach 1920 kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen der jüdischen und arabischen Bevölkerung Palästinas.  Eine Erhöhung der Spannungen trat ein, als rund   70.000 jüdische Einwanderer  nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland 1933 nach Palästina flüchteten. Nach 1936 beschränkten die  Briten die die jüdische Immigration, die jetzt nur noch illegal möglich war. Aufstände der arabischen Bevölkerung gegen die unerwünschte Zuwanderung erschütterten das Land.
Nach dem Zweiten Weltkrieg legte die britische Mandatsregierung in Palästina die Einreisegenehmigung für Juden auf 1500 im Monat fest. Für die aus den Lagern befreiten Überlebenden, die keine Familie und keine Heimat mehr hatten, zu der sie hätten zurückkehren können, war  ein jüdischer Staat eine ersehnte  Heimstätte.
Die gerade gegründete UNO nahm sich der Problematik an. Sie versuchte Teilungspläne für das Land zu erarbeiten, allerdings war auf bürokratischem Wege  keine schnelle Lösung für die Not leidenden Flüchtlinge in Sicht. Die jüdischen Untergrundorganisationen beschlossen, Flüchtlinge auf Schiffen illegal nach Palästina zu schmuggeln und die Briten so vor vollendete Tatsachen zu stellen.  
Nach einer Inspektionsreise durch Palästina empfahl eine UN-Sonderkommission im Mai 1947 die Beendigung des Mandats, den Abzug der britischen Truppen und die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat. Jerusalem sollte internationalisiert werden.  Nach langen Erörterungen in verschiedenen UNO-Gremien wurde die Resolution Nr. 181 (II) der Vollversammlung  am 29. November 1947 schließlich zur Abstimmung übergeben. 33 Staaten stimmten für die Resolution, 13 dagegen, darunter die sechs arabischen Mitglieder, zehn enthielten sich der Stimme. Die Resolution hatte die Zweidrittelmehrheit erreicht und war somit  angenommen.
Der Teilungsplan mit Wirtschaftsunion enthielt folgende Bestimmungen:
1.    das baldmögliche Ende des britischen  Mandats des Völkerbunds für Palästina,
2.    den Abzug der bewaffneten Kräfte der Mandatsmacht aus Palästina,
3.    zwei Monate nach dem Abzug der Streitkräfte Großbritanniens sollen der unabhängige arabische und jüdische Staat sowie das besondere internationale Regime für den Stadtbezirk von Jerusalem ihre Gründung verkünden.
Zwischen März und Mai 1948, während des Abzugs der britischen Truppen und der Mandatsbehörden, übernahmen die jüdischen Selbstverwaltungsorgane de facto die Regierungsgewalt in den Gebieten, die für den jüdischen Staat vorgesehen waren. Drei Tage vor Ablauf des Mandats trafen sich in Tel Aviv zehn der 13 Mitglieder des provisorischen Kabinetts. Das US-Außenministerium übte starken Druck aus, die bereits begonnenen Kämpfe  zwischen jüdischen und arabischen Milizen  durch  einen Waffenstillstand  zu stoppen. Zu diesem Zeitpunkt hatten weder die arabische noch  die jüdische Seite ihre Staatsgründungen ausgerufen . Die provisorische jüdische Regierung unter Führung  David Ben-Gurions beschloss dennoch, die Unabhängigkeit zu verkünden. Sie befürchtete, dass sich ein Zögern negativ auf die öffentliche Meinung der bereits um ihre Existenz kämpfenden jüdischen Bevölkerung auswirken würde. Der Staat Israel wurde bereits am 14. Mai 1948 ausgerufen, da der Ablauf des Mandats am 15. Mai auf einen Schabbat fiel.
In der Nacht vom 14. zum 15. Mai 1948 marschierten die Armeen Ägyptens, Transjordaniens, Syriens, des Irak und des Libanon in Palästina ein, um die Proklamation des jüdischen Staates rückgängig zu machen. Der Krieg endet im Januar 1949 mit dem militärischen Sieg Israels.
Auch heute gibt es noch 34 Staaten in der Welt, die den Staat Israel nicht anerkennen beziehungsweise keine diplomatischen Beziehungen zu Israel unterhalten.




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Letzte Änderung: 21.09.2015