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Stichwort des Monats
Menora

Die Menora (hebr. Bezeichnung für Leuchter) ist eines der wichtigsten religiösen Symbole im Judentum.

Die Zahl Sieben
Ein bedeutsames Merkmal der Menora ist die Zahl der Lichter.
In der jüdischen Religion spielt die Zahl Sieben eine ausschlaggebende Rolle. Sieben Tage währte die Schöpfung der Welt. Der Schabbat ist der siebte Tag der Woche. Sieben Tage dauern das Pessach- und das Sukkotfest. Das siebte Jahr ist ein Schmita-Jahr (nach sechs Jahren Bebauung wird das Land in Israel – in Analogie zum Schabbat als Ruhetag – ein Jahr brach liegen gelassen).  An all dies erinnert die Menora mit ihren sieben Armen.
In der Bibel
Sieben Wochen nach dem Auszug aus Ägypten erhielt das jüdische Volk die Zehn Gebote. Nach der Offenbarung am Berge Sinai forderte Gott: „Macht mir ein Heiligtum, damit ich unter Euch verweilen kann“ (Ex. 25,8). Dieses Heiligtum ist das Symbol für den Raum, den jeder Mensch schaffen muss, um Gott herein zu lassen. Die Tora beschreibt den Bau dieses Heiligtums in allen Einzelheiten. Er wird Stiftzelt genannt, weil alle Materialien vom Volk gestiftet wurden.
In der Hebräischen Bibel wird an zwei Stellen beschrieben, dass für das Stiftszelt ein Leuchter angefertigt werden muss und wie er aussehen soll (Ex 25,31-40; 37, 17-24).  Außerdem heißt es im 2. Buch Mose 27,21: „In der Stiftshütte, außen vor dem Vorhang, der vor der Lade mit dem Gesetz hängt, sollen Aharon und seine Söhne den Leuchter zurechtmachen, dass er brenne vom Abend bis zum Morgen vor dem Herrn. Das soll eine ewige Ordnung sein für ihre Nachkommen bei den Israeliten.“
Während der 40-jährigen Wanderung nach dem Auszug aus Ägypten trugen die Israeliten das Stiftszelt mit der Menora stets mit sich, bis sie schließlich fester Bestandteil im 1.Tempel in Jerusalem wurde.
König Salomo ließ dort zehn Menorot(Plural von Menora) aufstellen, die später zerstört wurden.
Zweiter Tempel
Im Zweiten Tempel stand wieder nur eine Menora, die die Römer bei der Zerstörung des Tempels durch Titus im Jahre 70 n.d.Z. raubten und nach Rom brachten. Auf dem Titusbogen in Rom ist eine Abbildung der Menora als Beutestück zu finden. Das ist das letzte historische Dokument von ihr; sie gilt heute als verschollen. Nach der Plünderung Roms 455 n.d.Z. wurde die Menora als Kriegsbeute nach Konstantinopel verschifft. Kaiser Justinian I. gab den Leuchter auf Anraten der Jüdischen Gemeinde an Jerusalem zurück. Es ist nicht belegt, ob er dort ankam.
Symbolik
Die Symbolik der Menora wird verschieden interpretiert.
Sie symbolisiert den Lichtstrahl, den ein Mensch empfindet, der sich verpflichtet, Gott zu dienen und die Gebote der Tora zu erfüllen.
Zweck und Ziel der Menora war, die Schönheit des Heiligtums Gottes zu erhöhen. Deshalb wurden auch die Lichter mit aller Sorgfalt gepflegt.
Der Schein der  Menora dient als Symbol für Erkenntnis, geistige Erleuchtung, Einsicht und Lebensfreude.
Auch wenn die Menora im Tempel zu Jerusalem ein wichtiger Kultgegenstand war, hatte sie diese Bedeutung mit der Zerstörung des Tempels verloren. Es gibt keine religiöse Pflicht, Kerzen in einer Nachbildung der Menora zu zünden, noch dient solch ein Leuchter irgendeiner religiösen Zeremonie.  Dennoch hat sie eine große symbolische Bedeutung. Archäologische Funde zeigen  sie auf Münzen, Grabsteinen, Schmuckstücken und Alltagsgegenständen. Sie ist schon in der Zeit des Römischen Reiches ein wichtiger  Beleg für jüdisches Leben.
Bis heute ist die Menora ein bedeutsames Symbol. Bei der Staatsgründung Israels wurde sie in das Staatswappen aufgenommen. Eine kunstvolle, große Nachbildung steht auch am Platz vor der Knesset, dem israelischen Parlamentsgebäude in Jerusalem.





Rom - Titusbogen©Jüdisches Museum Frankfurt


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Letzte Änderung: 21.09.2015