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Stichwort des Monats
Das Wollheim-Memorial

„Wir sind gerettet, aber wir sind nicht befreit.“(Norbert Wollheim, 26. August 1945)

Das Norbert Wollheim Memorial ist benannt nach Norbert Wollheim (1913–1998), Überlebender des Konzentrationslagers Buna/Monowitz. Er musste für die I.G. Farben Zwangsarbeit in Auschwitz leisten. 1951 verklagte er den Konzern in einem Musterprozess erfolgreich auf Entschädigung. Das Wollheim Memorial verbindet das Gedenken an die Opfer von Buna/Monowitz mit Informationen über die Geschichte ihrer Verfolgung und Entschädigung.

Das KZ Buna-Monowitz / Auschwitz III
Der Chemiekonzern I.G. Farben ließ ab 1941 in unmittelbarer Nähe zu dem Konzentrationslager Auschwitz die größte chemische Fabrik im von Deutschland eroberten Osteuropa bauen. Sie sollte zugleich ein Baustein der „Germanisierung“ der Region um Auschwitz werden. Deutsche Facharbeiter und Ingenieure wurden angesiedelt, es war ein Teil der Landnahme im besetzten Polen. Für sie wurden Siedlungen gebaut, die Infrastruktur verbessert. Viele meldeten sich aus den Standorten der deutschen Chemieindustrie im Altreich, um an diesem Projekt der Germanisierung teilzunehmen. Neben diesen deutschen Fachkräften setzte das Unternehmen auf der riesigen Baustelle tausende von Häftlingen aus dem KZ Auschwitz, aber auch Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus ganz Europa ein. Für die zunehmende Zahl von KZ-Häftlingen errichteten der Konzern und die SS, die eine intensive Zusammenarbeit miteinander verband, 1942 das firmeneigene KZ Buna-Monowitz. Tausende kamen durch die unmenschlichen Arbeitsbedingungen zu Tode oder wurden in den Gaskammern in Auschwitz-Birkenau ermordet, wenn sie nicht mehr arbeitsfähig waren.

Das Wollheim-Memorial
Ort des Norbert Wollheim Memorials ist das I.G. Farben-Haus, heute Sitz der geistes- und kulturwissenschaftlichen Fachbereiche der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Hier, am ehemaligen Hauptsitz eines der größten Chemiekonzerne der Welt, weisen Fotografien im Park den Weg zu einem kleinen Pavillon am Rand des Geländes. Die Fotografien, Portraits junger Menschen, späterer Häftlinge im KZ Buna/Monowitz, illustrieren jüdischen Alltag vor dem Holocaust und zeugen von vernichteten Lebenswelten. Über der Tür des Pavillons ist eine Nummer angebracht: 107 984, die Häftlingsnummer Norbert Wollheims. Im Inneren sehen die Besucher/innen eine Wandinschrift und zwei Bildschirme. In 24 Videointerviews erzählen Überlebende des KZ Buna/Monowitz von ihrer Kindheit und Jugend an unterschiedlichen Orten Europas, von ihrer Deportation, von der Lagerhaft und ihrem Leben nach dem Holocaust. Eine zweisprachige Website mit einführenden und vertiefenden Texten, Bildern und Dokumenten ermöglicht die Kontextualisierung dieser Berichte. Historische Informationen und Dokumente zu den I.G. Farben, ihrem KZ Buna/Monowitz und zur NS-Zwangsarbeit werden ergänzt durch eine Darstellung der Geschichte der justiziellen Aufarbeitung des Nationalsozialismus sowie der Entschädigung von NS-Zwangsarbeit. Es werden Formen der Erinnerung an den Holocaust vorgestellt und Fragen nach Zeugenschaft und Gedenken aufgeworfen. Auch hier stehen Zeugnisse der Überlebenden von Buna/Monowitz im Zentrum.
Genauere Informationen über das Memorial und die Geschichte der I.G. Farben, sowie des KZ Buna-Monowitz finden Sie hier: www.wollheim-memorial.de

Wanderausstellung
„Die IG Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz. Wirtschaft und Politik im Nationalsozialismus“ heißt eine Ausstellung, die vom Fritz Bauer Institut zur Ausleihe angeboten wird. Sie beschäftigt sich mit der Geschichte des Konzerns I.G. Farben, seinem firmeneigenen Konzentrationslager, den Mitarbeitern der Firma, den SS-Verantwortlichen und vor allem mit den Erfahrungen der Häftlinge. Ihre Erinnerungen und Erzählungen über die Zeit im Lager und ihr Kampf um Entschädigung und Anerkennung stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Informationen finden Sie hier: www.fritz-bauer-institut.de/ig-farben.html

Führungen und Workshop
Am I.G. Farben-Haus gibt es in der Regel an jedem dritten Samstag des Monats um 15 Uhr eine öffentliche Führung. Aktuelle Informationen finden Sie auf der Website des Fritz Bauer Instituts: www.fritz-bauer-institut.de
Zum Wollheim-Memorial und zur Wanderausstellung gibt es Workshops. Sie können beim Pädagogischen Zentrum vereinbart werden. Genauere Informationen finden Sie hier: www.pz-ffm.de/218.html






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Letzte Änderung: 21.08.2015