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Stichwort des Monats
Das Jüdische Neujahr – Rosch Haschana

Am Abend des 9. September 2018 beginnt das Jüdische Neujahr, nach jüdischer Zeitrechnung am 1. und 2. Tischri (Name des jüdischen Monats). Die Jahreszählung bezieht sich auf den nach der Bibel errechneten Zeitpunkt der Weltschöpfung: 3761 vor unserer Zeitrechnung, also feiern Juden das Jahr 5779.
Das hebräische Rosch Haschana bedeutet wörtlich  „Kopf des Jahres“ – also Neujahr. Es ist ein zweitägiger religiöser Feiertag und nicht mit dem weltlichen Neujahr oder Silvester vergleichbar. An Rosch Haschana werden die Taten im abgelaufenen Jahr gewertet und das Schicksal für das kommende Jahr wird  vorbestimmt.  Es gibt etliche religiöse Rituale und Vorschriften für diese Zeit.  Am Neujahrstag beginnen die „zehn Tage der Umkehr“. Nach der Überlieferung wird das Buch des Lebens vor dem Richterstuhl Gottes aufgeschlagen. In diesem Buch sind die Taten der Menschen festgehalten. Am ersten Tag, dem Neujahrstag, wird das Urteil geschrieben, und am zehnten Tag besiegelt, am Versöhnungstag – Jom Kippur. Diese zehn Tage geben den Menschen die Möglichkeit zur Selbstbesinnung, zur Reue über unrechte Taten und zur Bitte um Versöhnung bei den Mitmenschen, denen man Leid zugefügt hat.  In dieser Zeit wird die Farbe Weiß als Symbol der Reinheit getragen. Auch der Vorhang des Toraschrankes und die Decke des Vorbetpults sind aus weißem Stoff.
Höhepunkt des Gottesdienstes ist das Blasen des Schofar, eines Widderhorns, das die Gläubigen sowohl an ihre moralischen Pflichten als auch an die Bereitschaft Abrahams, seinen Sohn Isaak zu opfern, erinnern soll. An Isaaks Stelle tötet Abraham einen Widder.
Wie an den meisten religiösen jüdischen Feiertagen hat auch hier das Essen eine starke symbolische Bedeutung. Nach dem Segen über den Wein wird am Vorabend von Rosch Haschana  die Challah in Honig getunkt. An Rosch Haschana sind es runde Mohn- oder Sesambrote als Symbol des Jahreskreises. Der Honig ist ein Symbol für die Hoffnung auf ein süßes Jahr. Sonst wird die Challah in Salz getunkt, Sinnbild der Bitterkeit über die Zerstörung des Tempels in Jerusalem.  Apfelstücke werden in den Honig getaucht, der Segensspruch über Baumfrüchte gesprochen. Eine sehr beliebte Frucht mit starker Bedeutung im Judentum ist der Granatapfel. Die süßen Kerne erinnern an die Gebote und Verbote in der Thora und sind auch ein Symbol der Fruchtbarkeit.
Je nach Herkunft unterscheiden sich Bräuche und Mahlzeiten. Eines haben sie gemeinsam: Die Segenssprüche an Rosch Haschana dienen dem Zweck der Erinnerung, dass Juden in dieser Zeit vor Gottes Gericht stehen, zudem drücken sie die Hoffnung auf ein süßes und erfolgreiches Jahr aus.




Symbols of Rosh Hashana©Wikimedia Commons


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Letzte Änderung: 21.08.2015